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Freitag, 24.04.2020

Heiner Ampelmännchen

Enthüllung der Heinerfestmaskottchen als eigene Ampelmännchen für Darmstadt

Zu Ehren des hundertsten Geburtstags von Helmut Lortz am 25. April haben Oberbürgermeister Jochen Partsch und Heinerfestpräsident Wolfgang Koehler  heute (23.) am Karolinenplatz Ampeln mit den ersten eigenen Darmstädter Ampelmännchen enthüllt – den Heinerfest-Maskottchen.

Der kleine Heiner und die Heinerin machen auf quietschebunten Plakaten seit vielen Jahren Lust auf das Darmstädter Heinerfest. Nun sind sie erstmals an den Ampeln am Karolinenplatz zu bewundern und zaubern den Fußgängern ein Lächeln ins Gesicht. Während der kleine Heinerbub mit Ballonmütze in Rot die Fußgänger zum Stehen auffordert, flitzt seine kleine lustig bezopfte Schwester in Grün über die Straße.

Der Heimatverein Darmstädter Heiner e.V. hat es gemeinsam mit den zuständigen Behörden der Wissenschaftsstadt Darmstadt geschafft: Endlich hat nun auch Darmstadt seine eigenen Ampelfiguren.

Festpräsident Wolfgang Koehler freut sich „über die beiden fröhlichen Heinerfest-Begleiter der Passanten an den Fußgängerampeln in Richtung Karolinenplatz und Landesmuseum bzw. zum Friedensplatz, wo das Herz des Heinerfests im AlleWeltTreff schlägt.“

Ampel Einweihung

Enthüllung der Heiner Ampelmännchen durch Oberbürgermeister Jochen Partsch und Heinerfestpräsident Wolfgang Koehler am 25. April 2020. Foto: C. Rau

Die beiden Figuren stammen aus der Feder von Helmut Lortz, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Der renommierte Grafik-Professor an der Hochschule der Künstler in Berlin wurde mit Beginn der 90er Jahre künstlerischer Gestalter des Heinerfests. „Zunächst entwarf Lortz mit wenigen Strichen einen Heiner mit Batschkapp und Herz, zwei Jahre später stellt er ihm eine Frau zur Seite, und schließlich wurde daraus eine ganze Heinerfestfamilie. Stolz halten die sie das Herz mit der Aufschrift „Kommt alle!“ in die Höhe“, erzählt Sabine Welsch, Geschäftsführerin des Heimatvereins Darmstädter Heiner. Die Heiner-Eltern verschwanden im Laufe der Jahre wieder in der Schublade ihres Erfinders. Die beiden kleinen Heiner treiben jedoch auch über zehn Jahre nach dem Tod ihres Schöpfers weiterhin ihre Kapriolen in Darmstadt, wie man nun auch an der ersten Heiner-Ampel sehen kann.

„An Helmut Lortz kommt an dieser zentralen Stelle in unserer Stadt nun niemand mehr vorbei. Lortz zählte zu den wichtigsten Personen von Darmstadt, die unmittelbar nach der Nazidiktatur die zerstörte Stadt als weltoffenen und progressiven Kulturort neu aufgebaut haben. Dass wir hier nun einen der beiden vorhandenen Fußgängersignalgeber mit den Heinerfestfiguren von Helmut Lortz versehen können, finde ich eine gelungene Sache. Laut Straßenverkehrsordnung ist es wichtig, dass die Ampeln deutlich anzeigen, wann man stehen soll oder gehen darf. Dies ist an dieser Stelle gesichert, da parallel eine gesetzes-konforme Regelung vorhanden ist“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Darmstadt fügt sich damit in die Reihe der deutschen Städte mit eigenen Ampelfiguren ein:

  • Augsburg - Puppenkiste(Clown)-Ampel,
  • Bremen - Stadtmusikanten-Ampel,
  • Duisburg - Kumpel-Ampel,
  • Emden - Otto-Ampel,
  • Erfurt - verschieden ausgestattete Ampelmännchen,
  • Frankfurt, Marburg u. A. - Homo-Ampelmännchen
  • Friedberg/Bad-Nauheim - Elvis-Ampel,
  • Fulda - Bonifatius-Ampel,
  • Hanau - Brüder-Grimm-Ampel,
  • Hannover - Engel- und Rentier-Ampel (zum Weihnachtsmarkt),
  • Mainz - Mainzelmännchen-Ampel,
  • Marburg - Dienstmann Christian-Ampel,
  • Neuss - Schützen-Ampelmännchen,
  • Sachsenhausen - Frau Rauscher-Ampelmännchen,
  • Siegen - Henner- und Frieder-Ampel
  • Trier - Karl Marx-Ampel,
  • Worms - Martin Luther-Ampel